Polarreise - Eine Reise in das ewige Eis

Adapter

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter nach der elektrischen Versorgung auf Ihrem Schiff. Vielleicht ist es sinnvoll oder notwendig, einen Adapter mitzunehmen, damit Rasierer, Fön und Co. problemlos funktionieren. Bei eher schlicht ausgestatteten Schiffen kann es sinnvoll sein, sich anderweitig zu behelfen.

Ausrüstung

Für die Landgänge empfiehlt sich ein leichter, wasserdichter Rucksack. Da hinein gehören die Fotoutensilien (am besten in einer zusätzlichen wasserundurchlässigen Tasche), eine Thermosflasche, Papiertaschentücher, Sonnenschutzmittel und natürlich Ihre persönlichen Gegenstände, die Sie unbedingt mitnehmen möchten oder müssen.

Da der Platz in den Schiffskabinen meist recht begrenzt ist, sollten Sie auch Ihr Gepäck auf ein Minimum beschränken. Nehmen Sie daher lieber eine Tube Waschmittel mit. Auch eine Wäscheleine zum Trocknen der feuchten Kleidung sollte nicht fehlen.

Sofern Sie Probleme damit haben, während der fast durchgehend hellen Nächte zu schlafen, sollten Sie auch eine Schlafbrille mitnehmen. Wäscheklammern, mit denen Sie die Vorhänge zusammenhalten, erfüllen den gleichen Zweck.

Fotoartikel

Denken Sie bitte daran, ausreichend Filmmaterial oder Speicherkarten mitzunehmen. Auch genügend Batterien sollten Sie einpacken. Erkundigen Sie sich vorher nach den Stromanschlüssen auf Ihrem Schiff – vielleicht können Sie problemlos Ihr Ladekabel benutzen.

Befestigen Sie unbedingt einen stabilen Tragegurt an Ihrer Kamera – zu leicht könnte sie Ihnen sonst aus der Hand rutschen!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine zweite Kamera häufig sinnvoll ist. Nicht alle Modelle funktionieren in den frostigen Temperaturen einwandfrei.

Impfungen

Generell sind für Arktis und Antarktis keine Impfungen zwingend erforderlich. Dies kann sich aber kurzfristig ändern. Bei allen Reisen in ferne Länder ist jedoch eine Impfung gegen Hepatitis ratsam. Außerdem sollten Sie Ihren Tetanusschutz überprüfen, was ohnehin auch zu Hause sinnvoll ist.

Kleidung

Auf den meisten Schiffen in Arktis und Antarktis geht es leger zu. Sie werden daher sehr wahrscheinlich keine Gesellschaftskleidung mitnehmen müssen.

Für Landgänge oder den Aufenthalt an Deck ist der ‚Zwiebellook’ empfehlenswert: Anstelle weniger dicker Kleidungsstücke tragen Sie viele dünnere übereinander und können sich bei Bedarf ‚auspellen’. Dabei sollte warme Skiunterwäsche, am besten aus Angorawolle, nicht fehlen. Auch die Socken, vielleicht zwei Paar dünnere übereinander, dürfen gerne aus Wolle sein – die sind übrigens längst nicht mehr so kratzig wie Uromas Strickstrümpfe!

Seit einigen Jahren sind auch ausgezeichnete Produkte aus Mikrofaser auf dem Markt. Sie haben den Vorteil, dass sie leichter sind und schneller trocknen als andere Materialien. Außerdem wird dabei Körperfeuchtigkeit nach außen abgeleitet.

Vergessen Sie auch nicht, Hals, Kopf und Hände gut einzupacken. Ein Schal dürfte dann ausreichen, wenn Sie einen Rolli tragen und außerdem Ihren Anorak gut verschließen. Ob Sie sich zusätzlich zur Kapuze für eine Mütze, ein Stirnband oder Ohrenschützer entscheiden, bleibt Ihrer persönlichen Vorliebe überlassen. Welche Art der Handschuhe Sie anziehen, steht Ihnen natürlich ebenfalls frei; Fäustlinge haben den Vorteil, dass Sie Ihre Finger aneinander reiben und so zusätzliche Wärme erzeugen können. Dagegen sind Fingerhandschuhe praktischer, wenn Sie etwas anfassen möchten.

Die fast wichtigsten Kleidungsstücke für eine Reise ins ewige Eis sind Jacke, Hose und Schuhe. Über Ihrer ‚regulären’ Kleidung ziehen Sie einen hüftlangen Anorak und eine Hose aus wasser- und winddichtem Material an, das in jedem Fall atmungsaktiv sein sollte. Besonders für die Anlandungen empfehlen sich Gummistiefel, da man häufig ein Stück durchs Wasser waten muss. Welches Schuhwerk Sie sonst noch mitnehmen, hängt von der Art Ihrer Ausflüge ab – fast immer sind leichte Wanderstiefel zweckmäßig

Medikamente

Neben den Arzneimitteln, die Sie regelmäßig einnehmen, oder die Sie vielleicht ab und zu benötigen wie etwa Schmerztabletten, gehören in Ihre Reiseapotheke für die Polarregionen ein Mittel gegen Seekrankheit, Verbandszeug und eine Flüssigkeit zum Desinfizieren kleiner Verletzungen. Außerdem sind Kohletabletten gegen Durchfall wegen ungewohnter Nahrung hilfreich. Da es im Sommer in den Tundrengebieten stellenweise unangenehme Mücken gibt, sollten Sie zur Vorsicht auch ein Mittel zur Insektenabwehr einpacken.

Und falls die Sonne Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu stark erwischt hat, raten wir zu einer kühlenden Brandsalbe

Reisedokumente

Neben den Unterlagen Ihres Reiseveranstalters müssen natürlich Pass oder Personalausweis mit. Es empfiehlt sich übrigens, eine Kopie davon anzufertigen und diese getrennt von den Originalen aufzubewahren. Bei Verlust wird dann nämlich das Ausstellen eines Ersatzdokuments erheblich erleichtert.

Beachten Sie die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder. Die dafür nötigen Dokumente dürfen Sie selbstverständlich nicht vergessen.

Sonnenschutz

Die wunderbar klare Luft in den Polargebieten hat auch ihre Tücken. Denn die Sonneneinstrahlung ist hier viel intensiver als bei uns. Hinzu kommt, dass Eis und Wasser die UV-Strahlen noch verstärken.

Schützen Sie sich daher unbedingt sorgfältig mit einem besonders starken Lichtschutzfaktor. Personen mit empfindlicher Haut sollten ihren Hautarzt konsultieren, der ihnen einen Sun-Blocker verordnet. Der schirmt das gesamte Sonnenlicht ab. Dadurch werden Sie zwar nicht schön braun, aber wenigstens auch nicht rot. Wir alle kennen die gefährlichen Spätfolgen eines Sonnenbrandes, von den akuten Problemen und Unannehmlichkeiten ganz zu schweigen.

Vergessen Sie auch nicht, die Lippen gut zu schützen!

Auch die Augen dürfen nicht vernachlässigt werden. Am besten kaufen Sie eine Sonnenbrille beim Optiker, der Ihnen die geeigneten Gläser empfehlen wird. Bewährt haben sich solche Modelle, die rundum - also auch an den Seiten – dicht anliegen. Dadurch kann Ihnen selbst ein heftiger Sturm nichts anhaben.

Versicherung

Bei jeder Auslandsreise ist es wichtig, den Versicherungsschutz zu überprüfen. Von besonderer Bedeutung erscheint uns eine Krankenversicherung, die auch den Transport per Helikopter ins nächstgelegene Krankenhaus oder im Flugzeug zurück nach Deutschland trägt.

Erkundigen Sie sich, ob Ihre Hausratversicherung für den Verlust oder die Beschädigung Ihres Reisegepäcks in diesen Regionen aufkommt; sonst ist eine spezielle kurzzeitig abgeschlossene Versicherung dafür ratsam.

Und schließlich sollten Sie die finanziellen Risiken abdecken, die Ihnen dadurch entstehen, dass Sie die Reise gar nicht antreten oder vorzeitig abbrechen müssen.

Bei allen Versicherungen gilt: Lesen Sie sorgfältig die genauen Bedingungen, und überprüfen Sie, ob Sie diese in Ihrem speziellen Fall auch befolgen können.



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